“Demokratie
braucht
politische Bildung”

Was uns bewegt. Emotionen in Politik und Gesellschaft

Der Stand des AdB während des 14. Bundeskongresses Politische Bildung in Leipzig
Foto: AdB
12.03. 2019

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten auf dem 14. Bundeskongress Politische Bildung

Vom 7. bis 9. März 2019 fand in der Kongresshalle am Zoo und in der Volkshochschule Leipzig der 14. Bundeskongress Politische Bildung zum Thema „Was uns bewegt. Emotionen in Politik und Gesellschaft“ statt. Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten war mit Vertreter*innen vieler Mitgliedseinrichtungen, mit einem Stand auf der Ausstellung sowie mit drei Workshops vertreten.

 

Der Kongress wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, dem Bundesausschuss politische Bildung (bap) sowie der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB) durchgeführt und lockte ca. 1.200 Teilnehmende nach Leipzig.

 

Mit dem Themenschwerpunkt wurde ein derzeit sehr aktuelles Thema in den Fokus gestellt: Zwar spielen Emotionen in Politik und Gesellschaft schon immer eine große Rolle, aktuell wird jedoch besonders deutlich, wie mit Emotionen Politik gemacht werden kann und wie wichtig es für die politische Bildung ist, dies zu analysieren, Transparenz herzustellen und letztlich dann Begeisterung für die Demokratie zu wecken und Freude an Mitgestaltung zu ermöglichen.

 

Die Teilnehmer*innen diskutierten in 13 Sektionen und einer großen Zahl an vertiefenden Workshops, wie das Thema Emotionen und die Emotionen in der politischen Bildung Raum bekommen können.

 

Der AdB selbst bot einen Workshop mit dem Titel „Die Würde des Menschen ist unantastbar?! Emotion, Haltung und Wertorientierung sichtbar machen“ an. Ziel war es, die mit dem Grundgesetz verbundenen Werte mithilfe der Methode „Erklärfilm“ auf kreative Weise sichtbar zu machen und sich bewusst zu werden, wie verbindlich diese Werte sind, was sie für den Alltag der Menschen bedeuten und wie sie politische Bildung prägen.

 

Die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein realisierte einen Workshop zum Thema „Politische Bildung mit Kindern zum Thema Flucht und Ausgrenzung“, in dem ein Einblick in die Ansätze und Methoden des Projekts „Es ist deine Kampagne!“ gegeben wurde. Die Forderung „Kinder von Anfang an politisch zu bilden“ trägt der Analyse Rechnung, dass Kinder nicht in einem politikfreien Raum leben, sondern Teil der Gesellschaft sind, dass sie mitreden wollen und gesellschaftlichen Themen auf vielfältige Weise begegnen. Die Thematik „Menschen auf der Flucht“ wirft auch bei Kindern Fragen auf, die mit dem Projekt bearbeitet wurden.

 

Zwei Jugendbildungsreferent*innen der Fachgruppe Arbeit und Lebensperspektive im Programm politische Jugendbildung im AdB organisierte den Workshop „Arbeit mit Gefühl … Moderation von Bildungsprozessen“. Im Workshop wurde mithilfe verschiedener Methoden besprochen, welche Rolle die Moderation bei Bildungsprozessen spielt und welche konkrete Verantwortung die politischen Bildner*innen am Ende einer Übung tragen: Lässt sich die Erfahrung mit der Gruppe auswerten, ohne dabei zu manipulieren? Das Für und Wider von emotionalisierenden Übungen wurde ausgiebig diskutiert.

 

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten kam zudem an seinem Ausstellungsstand mit vielen Teilnehmer*innen des Kongresses ins Gespräch, konnte die Arbeit des Verbandes, die Projekte und Veranstaltungen vorstellen und die Fachzeitschrift „Außerschulische Bildung“ bekannter machen.