35 Jahre nach der Wiedervereinigung wird immer wieder deutlich: Die Deutsche Einheit ist kein abgeschlossener Prozess. Ost und West sind eng verflochten, gemeinsame Werte haben an Gewicht gewonnen – und doch bleiben Unterschiede bestehen. In Biografien und Strukturen spiegeln sich weiterhin unterschiedliche Erfahrungen wider. In Ostdeutschland sind Gefühle von Benachteiligung und das Bedürfnis nach Anerkennung vielerorts präsent. Einheit bedeutet nicht Angleichung um jeden Preis, sondern die Fähigkeit, Vielfalt auszuhalten und demokratisch zu gestalten.
Vom 26. bis 27. November 2025 fand im Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e. V., Bad Bevensen, die Mitgliederversammlung des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) statt. Bereits im Vorfeld hatten zwei Organisationen einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt. Nach eingehender Beratung empfahl der Vorstand der Mitgliederversammlung, Each One Teach One e. V. (EOTO), Berlin, als ordentliches Mitglied sowie das PLING Kollektiv, Hamburg, als assoziiertes Mitglied aufzunehmen. Die assoziierte Mitgliedschaft ist auf drei Jahre begrenzt. In dieser Zeit kann das noch sehr junge PLING Kollektiv seine Strukturen und sein pädagogisches Konzept der politischen Bildung weiterentwickeln und eine ordentliche Mitgliedschaft beantragen.
Vertrauen ist das unsichtbare Fundament unseres Zusammenlebens. Es befähigt Menschen zum Handeln, ermöglicht Kooperation, Kompromisse und Mitbestimmung. Ob in Familie, Bildung, Medien oder Politik – ohne Vertrauen funktionieren weder Gemeinschaft noch Demokratie. Doch was passiert, wenn dieses Fundament ins Wanken gerät?
Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. hat zusammen mit dem Deutschen Bundesjugendring, dem Deutschen Jugendherbergswerk e. V., der Deutschen Sportjugend, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. und der BAG Katholisches Jugendreisen eine Stellungnahme zur Ausgestaltung des Bildungs- und Betreuungssondervermögens im Interesse junger Menschen veröffentlicht.
Die Fachzeitschrift „Außerschulische Bildung. Zeitschrift der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung“ widmet sich in ihrer aktuellen Ausgabe dem hochaktuellen und drängenden Thema „Rechtsterrorismus in Deutschland“. Sie zeigt, dass rechtsextreme Gewalt keine Randerscheinung ist, sondern eine tief verwurzelte, vielfach unterschätzte Bedrohung – ideologisch, strukturell und zunehmend global vernetzt.
Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) veröffentlicht mit dem Kompetenzprofil für Fachkräfte der politischen Bildung ein wegweisendes Instrument zur Stärkung, Professionalisierung und Sichtbarkeit des Feldes – als Open Educational Resources (OER).
Wie politisch ist der Sport – und wie politisch darf er sein? Diese Frage steht im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Außerschulische Bildung“. Die Beiträge der Ausgabe zeigen vielfältige Berührungspunkte zwischen Sport, Politik und politischer Bildung. Sie beleuchten anhand konkreter Beispiele, Projekte und Konzepte, wie Sport als Instrument genutzt werden kann, um gesellschaftliche Themen aufzugreifen, demokratische Werte zu vermitteln und diskriminierungsfreie Räume zu schaffen.
Vier Organisationen und Vereine hatten im Vorfeld der AdB-Mitgliederversammlung, die vom 27. bis 28. November 20204 im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn stattfand, einen Antrag auf Mitgliedschaft im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) gestellt. Die Beweggründe, sich um eine Mitgliedschaft zu bewerben, sind unterschiedlich, eines eint aber alle: Gerade in Zeiten, in denen die Akteure politischer Bildung unter Druck geraten und Träger und Einrichtungen angegriffen werden, wird es immer wichtiger, Teil eines starken Netzwerks zu sein.
Rechtsextremismus ist eine der größten Bedrohungen für die Demokratie. Die Zunahme rechtsextremer Einstellungen, Gewalt und Ideologien gefährdet nicht nur die Grundwerte einer offenen Gesellschaft, sondern auch die Arbeit der politischen Bildung selbst. Bildungseinrichtungen sehen sich immer häufiger mit Anfeindungen, Bedrohungen und Angriffen konfrontiert, während gleichzeitig der Bedarf an politischer Bildung, die Demokratie und Menschenrechte stärkt, wächst.
Die aktuelle Ausgabe 4/2024 der Fachzeitschrift „Außerschulische Bildung“ widmet sich den Ergebnissen der Europawahl und deren Auswirkungen auf die europäische Innen- und Außenpolitik. Die Beiträge bieten Wahlanalysen und diskutieren mögliche Szenarien und Zukunftsaufgaben der Europäischen Union. Die Autor*innen setzen sich mit den beunruhigenden politischen Tendenzen auseinander, die die Rechtsstaatlichkeit und die Demokratie in der Europäischen Union besonders gefährden und entwickeln Ideen, wie eine gemeinsame europäische Politik in Krisenzeiten gelingen kann.
Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB), Fachverband der politischen Bildung, geht neue Wege, um junge Menschen mit politischer Bildung für die Demokratie zu begeistern. Seit diesem Jahr besteht eine Kooperation zwischen dem AdB und der Siemens Ausbildung. Im Rahmen des Konzepts „Xplore“ werden unter dem Motto „Technik, Teamwork, Toleranz“ demokratische Werte und gesellschaftliches Engagement gefördert. Ein zentrales Element ist eine Offsite-Veranstaltung von bis zu drei Tagen für Auszubildende und Dual Studierende, die einen „Demokratietag“ beinhaltet. Dabei werden Themen wie Grundwerte, Gleichberechtigung sowie die Risiken von Populismus und Fake News behandelt. Siemens führt das Konzept erstmals mit den rund 1.300 Lernenden des Einstelljahrgangs 2024 durch.