Gemeinsam für eine starke politische Jugendbildung im AdB. Gemeinsame Fachgruppensitzung 2024: Austausch, Begegnung und neue Anstöße für die Bildungsarbeit
Das ist nicht nur für die Jugendlichen ein echt ungewöhnliches Bild: eine Frau im Rollstuhl seilt sich von einer Brücke ab. Was macht sie da oben? Wie ist sie da hochgekommen? Darf sie das einfach so machen? Und dann sitzt sie im Seminarraum der Villa Fohrde, einer Bildungsstätte im Westen Brandenburgs: Cécile Lecomte, „Autorin, Bewegungsarbeiterin [und] Kletteraktivistin mit Rheuma“, die sich den Themen Klimakrise und Inklusion widmet.
Vom 16. bis 23. August 2025 kamen in der Potsdamer Bildungsstätte HochDrei e. V. junge Erwachsene zwischen 18 und 26 Jahren zusammen, um im Rahmen eines Projekts die Verfolgung sexueller Minderheiten im Nationalsozialismus und ihre aktuelle Situation zu besprechen.
Die Fachgruppe Soziale Frage und politische Teilhabe im Bundesprogramm „Politische Jugendbildung im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB)“ hat in einem gemeinschaftlichen Projekt eine Bildungsfahrt vom 13. bis 17. April 2025 nach Berlin organisiert, an der junge Menschen aus fünf Bundesländern teilnehmen konnten.
Anfang März 2025 trafen sich junge Erwachsene im Rahmen ihres FSJs in der Jugendbildungsstätte Kaubstraße in Berlin, um gemeinsam über Themen zu sprechen, die oft zu wenig Raum bekommen oder über die häufig in hitzigen, polarisierenden Debatten gestritten wird. „Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus“ lautete der Titel des fünftägigen Seminars – und das allein ließ erahnen: Hier wird es komplex. Und emotional.
Vom 5. bis 7. Februar 2025 haben sich Schüler*innen der BBS in einem Workshop im Europahaus Aurich mit den Themen Freiheit und Antisemitismus auseinandergesetzt. Dabei war stets die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart im Fokus.
Vom 20. bis 22. Januar 2025 fand das Seminar „FSJ im Queerformat“ an der Akademie Waldschlösschen statt. Dabei erhielten 31 engagierte Menschen im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt auseinanderzusetzen. Als FSJ-Trägerorganisation war die Türkische Gemeinde Niedersachen e. V. Kooperationspartner des Seminars.
Wie können Fachkräfte der OKJA Klassismuskritik und Armutssensibilität in ihre Praxis integrieren? Zwei Fortbildungen im Herbst 2024 boten Raum zur Reflexion und zur Entwicklung konkreter Handlungsschritte. Das Ziel: Junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft in ihrer politischen Handlungsfähigkeit stärken.
Wie hängen Verschwörungsmythen mit Antisemitismus zusammen, wo liegen deren antisemitische Kontinuitäten? Warum sind sie gerade in Krisenzeiten so verlockend? In der Veranstaltung am 17. Dezember 2024, bestehend aus Gedenkstättenfahrt und Workshop, lernten die Teilnehmenden historische Hintergründe und Bezüge zu aktuellen antisemitischen Verschwörungserzählungen und ihre Handlungsmöglichkeiten im Umgang damit kennen.
Am 29. November 2024 fand im Kreishaus Herford der erste regionale Fachtag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) unter dem Motto „Von der Praxis für die Praxis“ statt. Engagierte und Interessierte kamen zusammen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsame Ideen zu entwickeln. Mit einer inspirierenden Keynote von Carina Flores und praxisorientierten Workshops zu Themen wie Gemeinwohl-Ökonomie und nachhaltiger Digitalisierung legte die Veranstaltung den Grundstein für ein regionales BNE-Netzwerk. Die innovative Netzwerkwand im Eingangsbereich schuf Synergien und förderte den weiteren Austausch.
Im kleinen Ort Lärz in der Mecklenburgischen Seenplatte trafen sich über 60 Jugendliche zu einem internationalen Jugendtreffen. Unter dem Motto „Youth Culture and Democracy“ widmeten sie sich 11 Tage lang dem Thema Jugendkulturen und Demokratie.
Wie lassen sich Gedanken, Ideen, Sichtweisen mit analogen und digitalen Mitteln ausdrücken? Das Sommerprojekt von wannseeFORUM und Gangway e. V. wurde zu einem Makerspace mit analogen und digitalen Techniken: 3D-Druck und Modellieren mit Ton, Schneiderplotter und Linolschnitt/Radierung, Stickmaschine und manuelles Sticken wurden zum Erprobungsfeld.
Wie kann eine gerechte Welt aussehen, in der für alle mit ihren jeweils individuellen Bedarfen Platz ist? Was ist überhaupt gerecht? Über welche Ressourcen sollen alle verfügen können, woran alle Teilhaben? Gelingt ein Perspektivwechsel, um dazu aus unterschieldichen Blickwinkeln zu reflektieren? Und wie sieht die gerechte Welt dann aus – z. B. durch eine VR-Brille gesehen?