Seminar: Allyship & Zivilgesellschaft – aktiv verbündet sein Solidarisch und diskriminierungskritisch handeln

Datum

Veranstaltungsart

Veranstaltung zum Jahresthema

Veranstaltungsort

Gustav-Stresemann-Institut in Niedersachsen e. V.
Klosterweg 4
29549 Bad Bevensen

Veranstalter

Gustav-Stresemann-Institut in Niedersachsen e. V. Europäisches Bildungs- und Tagungshaus Bad Bevensen

Mit Blick auf aktuelle politische Entwicklungen und angesichts schrumpfender zivilgesellschaftlicher Räume (Shrinking Civic Space) wird solidarisches und diskriminierungskritisches Engagement immer bedeutsamer – ob im privaten Umfeld, im Ehrenamt oder im beruflichen Kontext. Allyship bedeutet, sich aktiv, reflektiert und unterstützend für marginalisierte Gruppen einzusetzen, gemeinsam über Community-Grenzen hinweg zu arbeiten und gesellschaftliche Teilhabe zurückzugewinnen (Reclaiming Civic Space). Dazu gehört auch, eigene Privilegien bewusst zu nutzen und Veränderungsprozesse anzustoßen. Für viele bleibt dieser Anspruch jedoch abstrakt oder mit Herausforderungen verbunden.

Das Seminar greift zentrale Leitfragen auf, darunter:

  • Was genau bedeuten Allyship und Solidarität?

  • Welche Auswirkungen hat ein Shrinking Civic Space auf individuelles und gemeinschaftliches Handeln?

  • Wie diversitätsorientiert und diskriminierungskritisch ist die eigene Perspektive?

  • Wie lassen sich Privilegien wirkungsvoll einsetzen?

  • Wie kann solidarisches Engagement aussehen, wenn Handlungsspielräume enger werden?

  • Wie können trotz gesellschaftlichen Gegenwinds Verbündete gefunden und gestärkt werden?

  • Welche Bedeutung haben Machtverhältnisse und die eigene Identität?

  • Wie gelingt der Schritt ins aktive Handeln?

Anhand dieser Fragen werden theoretische Grundlagen und praktische Ansätze erarbeitet, um Solidarität einzuordnen, Missverständnisse zu klären und Wege aufzuzeigen, wie solidarisches und antidiskriminierendes Engagement gelingen kann. Darüber hinaus bietet das Seminar die Möglichkeit, einen erneuten Blick auf unterschiedliche Diskriminierungsformen und -strukturen im deutschen Kontext zu werfen und ein intersektionales Verständnis von Solidarität in herausfordernden Zeiten zu entwickeln.

Zielgruppe
Multiplikator*innen der politischen Bildung, politisch Aktive, ehrenamtliche Unterstützer*innen sowie alle Interessierten, die im beruflichen oder privaten Kontext nachhaltig antidiskriminierend und solidarisch wirken möchten.