Online-Fortbildung: Antifeminismus auf Social Media – erkennen & intervenieren

Was ist eigentlich Antifeminismus und warum ist er in den sozialen Medien so verbreitet? Und wie kann eine kritische Medienpädagogik aussehen, die Social Media nicht nur kritisch reflektiert, sondern auch empowernde Gegenangebote macht? In dieser dreiteiligen Fortbildung setzen sich die Teilnehmenden mit antifeministischen Inhalten und ihren Online-Erscheinungsformen auseinander und erarbeiten Zugänge für die eigene pädagogische Praxis. Veranstaltet von politischbilden.de in Zusammenarbeit mit mediale pfade.

Datum

–

Veranstaltungsart

Fortbildung

Veranstaltungsort

Online


Veranstalter

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V.

Antifeministische und Anti-Gender-Diskurse gewinnen nicht nur in rechten und rechtsextremen Kreisen an Bedeutung, sondern finden seit einigen Jahren verstärkt Zustimmung in gesellschaftlichen und politischen Kontexten – oft verpackt in vermeintlich alltägliche Inhalte auf TikTok, Instagram oder Youtube. Besonders deutlich zeigt sich das an dem weit verbreiteten Hass gegen Betroffene auf Social Media, wobei versteckte Codes in scheinbar harmlosen Formaten die gezielte Ansprache junger Zielgruppen ermöglichen. Doch trotz dieser Erfahrungen von Anfeindung und Ausgrenzung im Netz ziehen sich Betroffene nicht aus digitalen Räumen zurück, denn gerade für die queere Community bleibt er ein wichtiger Ort für Vernetzung, Sichtbarkeit und Aufklärungsarbeit.

Pädagogische Fachkräfte stehen damit vor der Aufgabe, die Online-Auftritte und Strategien antifeministischer AkteurInnen zu erkennen und einzuordnen: Wie lässt sich Antifeminismus fassen, welche Weiblichkeits- und Männlichkeitsbilder stecken dahinter und aus welchen Gruppen kommen die AkteurInnen? Welche Plattformen und Formate werden genutzt, welche Zielgruppen sollen angesprochen werden und wie sind versteckte Inhalte zu erkennen? Und wie kann im Berufsalltag interveniert werden?

In dieser dreiteiligen Fortbildung setzen sich die Teilnehmenden mit antifeministischen Diskursen und ihren Online-Erscheinungsformen auseinander und erarbeiten Zugänge für die eigene pädagogische Praxis. Sie verbindet theoretische Einordnung mit praktischer Methodenarbeit und der Entwicklung konkreter Interventionsstrategien für den pädagogischen Alltag.

Teil 1 schafft ein grundlegendes Verständnis für den Phänomenbereich Antifeminismus und sensibilisiert für seine Erscheinungsformen: Ergänzt wird dieser Einblick durch Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Unlearning Antifeminism on TikTok“ (UlAT) sowie erste gemeinsame Methoden, die einen praktischen Einstieg ins Thema ermöglichen.

Teil 2 richtet den Blick auf das Zusammenspiel von Plattformlogiken und Antifeminismus und dessen Wirkung. Anhand einer praktischen Methode wird nachvollzogen, wie antifeministische Inhalte auf Plattformen wie TikTok funktionieren – und gemeinsam diskutiert, wie sich das Gelernte im eigenen Arbeitskontext einsetzen lässt.

Teil 3 stellt pädagogische Zugänge zur aktiven und kreativen Medienarbeit vor und zeigt, wie Empowerment und Gegenrede gestaltet werden können. Ein Ausblick widmet sich konkreten Interventionen auf der Plattform sowie deren Übertragung in die eigene pädagogische Praxis.

Zielgruppe, Format und Anmeldung:
Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus der schulischen und außerschulischen politischen Bildung und aus angrenzenden Arbeitsfeldern. Die Plätze sind auf 20 TN begrenzt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die drei Workshop-Termine bauen aufeinander auf und sind nur gemeinsam buchbar. Eine Anmeldung gilt verbindlich für alle drei Termine, die Plätze werden zuerst an diejenigen Interessierten vergeben, die an allen drei Terminen teilnehmen können. Wir bitten darum, bei der Anmeldung im Feld "Anmerkung" kurz zu bestätigen, ob eine Teilnahme an allen drei Terminen möglich ist.

Die Fortbildung findet online per Zoom statt, die Zugangsdaten werden den Teilnehmenden rechtzeitig zugesandt.


Termin 1: Mittwoch, 28.10.2026

Termin 2: Donnerstag, 12.11.2026

Termin 3: Mittwoch, 18.11.2026

Uhrzeit: jeweils 14:00-17:00 Uhr

 

Referent*in
Antje Loose (Studium der Erziehungswissenschaften und Gender Studies) ist politische Bildnerin und Schulberaterin. Sie arbeitet in der Präventionsarbeit zu Online-Radikalisierung insbesondere mit den Phänomenbereichen der extremen Rechten, Antifeminismus und Desinformation. Ein Schwerpunkt ist es dabei, die Übertragung in Bildungsformate mit den Anknüpfungspunkten an jugendliche Lebenswelten zu verbinden, um Gesprächsräume für Reflexion und Empowerment zu eröffnen

mediale pfade.org e.V. ist ein Verein für politische Medienbildung, der sich für eine offene, gerechte und solidarische Gesellschaft im digitalen Zeitalter einsetzt sowie Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte darin stärkt, digitale Medien und Technologien kritisch zu reflektieren und mitzugestalten. Der Verein begreift Digitalisierung sowohl als Verstärker gesellschaftlicher Ungleichheiten als auch als Chance für Teilhabe und Empowerment und stellt seine Materialien als freie Bildungsressourcen (OER) öffentlich zur Verfügung.

Die Fortbildung wird veranstaltet von politischbilden.de / AdB e.V.
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ)

Ihre Ansprechpersonen

Nana Heidhues

Projektreferentin

Telefon: +49 30 40040121
E-Mail: heidhues [at] adb.de (heidhues[at]adb[dot]de)