Fortbildung: Let’s connect: Rassismuskritik, Antisemitismuskritik, Empowerment

Wie können Menschen in Einrichtungen, die Rassismus und/oder Antisemitismus erfahren, bestmöglich unterstützt werden? Wie können sich Betroffene von Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt gegenseitig unterstützen und empowern? Viermodulige Fortbildungsreihe

Datum

Veranstaltungsart

Veranstaltung zum Jahresthema

Veranstaltungsort

LidiceHaus gGmbH
Weg zum Krähenberg 33a
28201 Bremen

Veranstalter

Jugendbildungsstätte Bremen LidiceHaus gGmbH

Was bedeuten Antisemitismus und Rassismus überhaupt? Wie hängen sie zusammen, wie unterscheiden sie sich? Inwiefern stehen sie auch mit sozialen Ungleichheiten im Kapitalismus in Zusammenhang?

Was ist zu tun, wenn die Rückmeldung erfolgt, dass sich jemand (unbewusst) rassistisch oder antisemitisch geäußert hat?

Wie lassen sich institutioneller Rassismus und Antisemitismus am Arbeitsplatz nachhaltig abbauen?

Dies sind einige der zentralen Fragen, denen sich die Fortbildung widmet. In allen Modulen werden sowohl Grundlagen als auch aktuelle gesellschaftliche Debatten behandelt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Reflexion eigener Bezüge und Emotionen zu Rassismus und Antisemitismus.

Ablauf

  • Modul I: Rassismen als alltägliche, strukturelle und globale Probleme und Wechselwirkungen mit Antisemitismus (12.06.–14.06.2026)
  • Modul II: Antisemitismen als alltägliche, strukturelle und globale Probleme und Wechselwirkungen mit Rassismus (04.09.–06.09.2026)
  • Modul III: Resonanz-Räume für Empowerment und für kritische Reflexion von weiß-Deutsch- und nicht-Jüdisch-Sein (06.11.–08.11.2026)
  • Modul IV: Von der Reflexion in die Praxis und zurück (11.12.–13.12.2026)

Die Module beginnen jeweils am Freitag um 15 Uhr und enden am Sonntag um 15 Uhr.

Die Module bauen aufeinander auf und sind nur gemeinsam buchbar. Zwischen den Modulen ist die Arbeit in Peer-Gruppen vorgesehen.

Arbeitsweise

Die Ansätze richten sich auf die Entwicklung von Reflexions- und Handlungsstrategien sowie von Bündnisperspektiven. Dafür wird mit vielfältigen Methoden der politischen Bildung gearbeitet.

Konzepte aus der Empowermentpraxis und der kritischen Reflexion von weiß-Deutschsein spielen eine wichtige Rolle. Abwechselnd wird in gemeinsamen Räumen sowie in kleineren Resonanz-Räumen für spezifische Perspektiven gearbeitet. Zum Methodenkoffer gehören neben theoretischen Zugängen auch theaterpädagogische und somatische Übungen.

Vertreten wird ein ganzheitliches Verständnis von Bildung und Lernen.

Zielgruppen:

  • Haupt- und Ehrenamtliche aus pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern, die sich fragen, wie pädagogisches Handeln in Zeiten rechter Wahlerfolge und Angriffe auf das Asylrecht sowie angesichts der gesellschaftlichen Zunahme von Antisemitismus, Rassismus und sozialer Ungleichheit solidarisch und emanzipatorisch gestaltet werden kann.
  • alle Menschen mit Antisemitismus- und Rassismuserfahrungen (BIPoC, Juden_Jüdinnen, Migrant*innen …), um Erfahrungen, Schmerz und Kraft miteinander zu teilen und auszuprobieren, was Empowerment in diesen Zeiten bedeuten kann.
  • alle weißen Deutschen, um die eigene soziale Position zu reflektieren und Handlungssicherheit zu gewinnen sowie zu erproben, wie Solidarität in diesen Zeiten gelebt werden kann.
  • alle Interessierten, die eine gerechte Gesellschaft frei von Rassismus, Antisemitismus und sozialer Ungleichheit anstreben.