Extrem rechte Gewalt gegenüber Menschen mit (kognitiven) Behinderungen - Kontinuitäten, Brüche und Leerstellen

Der Workshop wird erste Einblicke in das Feld der extrem rechten ableistischen Gewalt geben und auf historische Kontinuitäten eingehen.

Datum

Veranstaltungsart

Workshop

Zielgruppe

Verbandsintern

Veranstaltungsort

Online


Veranstalter

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V.

1999 – Berlin. In einer Einrichtung für betreutes Wohnen erfährt eine Frau mit einer kognitiven Behinderung körperliche, insbesondere auch sexualisierte Gewalt durch eine extrem rechte Gruppe. 25 Jahre später – Mönchengladbach. Ein Steinwurf in eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen der Lebenshilfe. „Euthanasie ist die Lösung“ ist darauf zu lesen. Ein eindeutiger Bezug zu den nationalsozialistischen Vernichtungsverbrechen. Zwei Taten mit einer Gemeinsamkeit.

Menschen mit Behinderungen als Betroffene rechter Gewalt sind in der (Rechtsextremismus-)Forschung oft eher am Rande, eher stichwortartig und nicht systematisch in den Blick genommen worden, wie Christiane Leidinger und Heike Radvan 2024 dargelegt haben. Vereinzelt haben vor allem behindertenpolitische Aktivist*innen in den sog. "Baseballschlägerjahren"  nach 1990 Sichtbarkeit und Öffentlichkeit geschaffen. Diese Leerstelle in Forschung und Gesellschaft reiht sich ein und folgt dem langen Verschweigen und – im Anschluss an Dagmar Herzog (2024) - aggressiven Verleugnen von Menschen mit Behinderung als Opfer der sog. „Euthanasie“ und Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus.
Der Workshop wird erste Einblicke in das Feld der extrem rechten ableistischen Gewalt geben und auf historische Kontinuitäten eingehen.

Katja Sternberger, M.A. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovendin im Arbeitsbereich Politische und kulturelle Bildung am Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) an der Universität Tübingen. Im inter- und transdisziplinären Verbundforschungs- und Transferprojekt MAVIOPA - "Mapping far right violence against people with cognitive disabilities, resistance and professional approach" (Hochschule Düsseldorf/ IRex Uni Tübingen) erforscht sie zusammen mit Christiane Leidinger, Heike Radvan, Lina Brink und Johanna Schiffner (extrem) rechte Gewalt gegenüber Menschen mit Behinderungen. Ihr Promotionsprojekt widmet sie sich den Handlungsorientierungen von Fachkräften in Einrichtungen der sog. Behindertenhilfe im Umgang mit extrem rechter Gewalt.

Ihre Ansprechpersonen

grafisches Symbolbild
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Cvetka Bovha

Projektleitung

Telefon: +49 30 40040129

E-Mail: bovha [at] adb.de (bovha[at]adb[dot]de)

Portrait Antje Barten
Portrait Antje Barten

Antje Barten

Projektleitung

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