Wie einig ist Deutschland? 35 Jahre nach der Wiedervereinigung Die neue Ausgabe der Zeitschrift Außerschulische Bildung ist erschienen
35 Jahre nach der Wiedervereinigung wird immer wieder deutlich: Die Deutsche Einheit ist kein abgeschlossener Prozess. Ost und West sind eng verflochten, gemeinsame Werte haben an Gewicht gewonnen – und doch bleiben Unterschiede bestehen. In Biografien und Strukturen spiegeln sich weiterhin unterschiedliche Erfahrungen wider. In Ostdeutschland sind Gefühle von Benachteiligung und das Bedürfnis nach Anerkennung vielerorts präsent. Einheit bedeutet nicht Angleichung um jeden Preis, sondern die Fähigkeit, Vielfalt auszuhalten und demokratisch zu gestalten.
Die neue Ausgabe unserer Fachzeitschrift widmet sich diesen Befunden und geht der Frage nach, wie einig Deutschland heute wirklich ist. Sie zeigt insbesondere die Rolle der politischen Bildung, die historische Erfahrungen in aktuelle gesellschaftliche Debatten überträgt. Politische Bildung eröffnet Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinanderstehen können, ohne gegeneinander ausgespielt zu werden. Sie macht Vielfalt der Erfahrungen sichtbar und ermöglicht demokratische Verständigung.
Gerade vor dem Hintergrund von Transformationsprozessen, globalen Krisen und kontroversen Themen wie Migration, Klimaschutz oder europäischer Integration wird deutlich, wie wichtig Orientierung, Dialog und Urteilsfähigkeit sind. Politische Bildung wirkt Ausgrenzung entgegen, stärkt demokratische Teilhabe und macht erfahrbar, dass Konflikte produktiv gestaltet werden können.
Die Ausgabe zeigt zugleich, dass Erinnerungsarbeit eine zentrale Grundlage demokratischer Verständigung ist. Sie darf nicht rückwärtsgewandt verharren, sondern muss verdrängte Stimmen sichtbar machen: Erfahrungen aus der DDR, Geschichten der Transformation, Perspektiven von Migrant*innen Communities of Color. Erst ihre Einbeziehung ermöglicht ein vollständigeres Bild der Vergangenheit – und damit neue Zugänge für gemeinsames Lernen. Erinnerung wird so zum Motor, Brüche als Ressource für eine offene Zukunft zu begreifen.
Die Beiträge dieser Ausgabe machen deutlich: Politische Bildung liefert für den Einigungsprozess unverzichtbare Impulse und eröffnet Wege, Vielfalt anzuerkennen, Vertrauen zu stärken und eine gemeinsame demokratische Praxis zu gestalten.
Die Fachzeitschrift Außerschulische Bildung Nr. 4/2025 (96 Seiten) ist zu beziehen über die Geschäftsstelle des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (redaktion [at] adb [dot] de (redaktion[at]adb[dot]de)).
Preis: 8 Euro pro Einzelheft zuzüglich Versandkosten; Jahresabonnement (4 Ausgaben,
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