Verlernen lernen – Pädagogische Praxen der Dekolonialisierung Die dritte Ausgabe 2026 der Zeitschrift Außerschulische Bildung ist erschienen
Koloniale Denkmuster prägen bis heute unser Denken, unsere Institutionen und selbst das, was wir für neutral oder universell halten. Doch wie lassen sich diese Strukturen durchbrechen? Die neue Ausgabe der Fachzeitschrift „Außerschulische Bildung“ widmet sich in ihrem Schwerpunkt dem dekolonialen Lernen und dem damit zusammenhängenden Konzept des Verlernens.
Die Beiträge zeigen konkrete Wege auf, wie das gelingen kann: von dekolonialen Stadtrundgängen in Köln über das Projekt „City Research“ im Humboldt Forum, das kolonialen Spuren nachgeht, bis hin zu den Bildungsmaterialien „Verflechtungen“ der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die Kolonialismus, Rassismus und Antisemitismus im Nationalsozialismus thematisieren.
Im Mittelpunkt der Beiträge steht das Konzept des Verlernens als ein bewusster Prozess, bei dem internalisierte Denk- und Machtstrukturen kritisch hinterfragt und dekonstruiert werden. Es geht dabei nicht um ein Vergessen, sondern um die Infragestellung von Privilegien, Herrschaftsstrukturen und kolonialen Narrativen. Emotionen wie Irritation, Abwehr oder Schuld, aber auch die Lust, sich über Grenzen hinweg zu verbinden, spielen dabei eine zentrale Rolle. Konkrete Beispiele machen sichtbar, wie das gelingen kann. Z. B. das autobiografische Archivprojekt DAASO, die „Black Empowerment Academy“ von EOTO e. V. oder die Arbeit mit Biografien Schwarzer Menschen unter nationalsozialistischer Herrschaft.
Die Ausgabe lädt dazu ein, sich auf diesen herausfordernden und bereichernden Lernprozess einzulassen.
Die Fachzeitschrift Außerschulische Bildung Nr. 3/2026 (96 Seiten) ist zu beziehen über die Geschäftsstelle des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (redaktion [at] adb [dot] de (redaktion[at]adb[dot]de)).
Preis: 8 Euro pro Einzelheft zuzüglich Versandkosten; Jahresabonnement (4 Ausgaben,
Print und Online): 25 Euro (ermäßigt 20 Euro) zuzüglich Versandkosten; e-only: 20 Euro;
Campus-Lizenz: 48 Euro.