Zwei Personen stehen an einem Rednerpult mit Laptop, im Hintergrund ein Banner mit Text zu politischer Bildung und eine Projektionsfläche mit dem Text 'Each One Teach One e. V.'.

Neue Impulse für die politische Bildung. AdB nimmt zwei neue Organisationen in den Verband auf

Vom 26. bis 27. November 2025 fand im Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e. V., Bad Bevensen, die Mitgliederversammlung des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. statt. Neben der inhaltlichen Diskussion über die Weiterentwicklung des Verbandes wurden neue Mitglieder in den AdB aufgenommen.

Bereits im Vorfeld der AdB-Mitgliederversammlung hatten zwei Organisationen einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt. Nach eingehender Beratung empfahl der Vorstand der Mitgliederversammlung, Each One Teach One e. V. (EOTO), Berlin, als ordentliches Mitglied sowie das PLING Kollektiv, Hamburg, als assoziiertes Mitglied aufzunehmen. Die assoziierte Mitgliedschaft ist auf drei Jahre begrenzt. In dieser Zeit kann das noch sehr junge PLING Kollektiv seine Strukturen und sein pädagogisches Konzept der politischen Bildung weiterentwickeln und eine ordentliche Mitgliedschaft beantragen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung nutzten beide Organisationen die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Die AdB-Mitglieder würdigten das Engagement und die inhaltlichen Schwerpunkte der Einrichtungen: Mit einer überwältigenden Mehrheit wurden beide Aufnahmeanträge bestätigt.

Die neuen Mitglieder erhoffen sich von ihrer Aufnahme in den AdB insbesondere eine engere Vernetzung, kollegiale Unterstützung und eine gemeinsame Lobbyarbeit für die politische Bildung. Gleichzeitig betonen sie den Wunsch nach einem wechselseitigen Austausch von Wissen, Erfahrungen und Methoden. Für den Verband ist genau dies von zentraler Bedeutung: Mit den neuen Partnern gewinnt der AdB zusätzliche Impulse, innovative Ansätze sowie frische Perspektiven für seine Arbeit.

Der AdB heißt die beiden Organisationen herzlich willkommen und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit, den intensiven Austausch und die vielfältigen Impulse, die durch die neuen Mitglieder in den Verband getragen werden.

Darüber hinaus hatten die Deutsche Islam Akademie e. V., Berlin, und die in Dortmund beheimatete Islamische Akademie NRW e. V. einen Antrag auf Änderung der bisher assoziierten Mitgliedschaft in eine ordentliche Mitgliedschaft gestellt. Auch diese Anträge wurden von der Mitgliederversammlung angenommen. Die Entscheidung zeigt, dass die Einrichtungen ihre Konzepte der politischen Bildung erfolgreich weiterentwickelt haben und nun vollwertig in die Verbandsarbeit eingebunden werden.

Der AdB freut sich über die erweiterten und vielfältigen Perspektiven im Verband. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum diversitätsorientierten Entwicklungsprozess, den der AdB aktiv vorantreibt.

Neben den bei einer Mitgliederversammlung notwendigen Formalien wie den Berichten aus dem abgelaufenen Jahr, den Jahresabschlüssen und der Entlastung des Vorstands, waren drei inhaltliche Tagesordnungspunkte von besonderer Bedeutung für den AdB:

Angesichts der Halbzeit der aktuellen Laufzeit des Programms „Politische Jugendbildung im AdB“ (2023–2028) und verschiedener Entwicklungen im Programm und im Feld wird ein ergebnisoffener Prozess zur konzeptionellen Überarbeitung des Programms unter Beteiligung verschiedener Zielgruppen im AdB angestoßen. Ziel ist die Schaffung einer zukunftsfähigen Struktur unter Berücksichtigung der Ziele der Förderung, der Bedarfe der Träger und der pädagogischen Fachkräfte. Die Beteiligungsphase wird vor allem im Jahr 2026 stattfinden. Im Jahr 2027 erfolgt die Ausarbeitung des neuen Konzepts. Der frühe Beginn dieses Prozesses und die Vorstellung des Vorhabens während der Mitgliederversammlung ermöglicht ein transparentes, partizipatives Vorgehen, das alle interessierten Mitglieder einbezieht.

Unter der Überschrift kompetent.politisch.bilden. erfolgt auf der Grundlage des im AdB entwickelten Kompetenzprofil für Fachkräfte der politischen Jugendbildung und der digitalen Plattform politischbilden.de ein kompetenzorientierter Ausbau des Qualifizierungsangebots im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten. Ziel ist es, das Profil politischer Bildner*innen und damit auch das Profil politischer Bildung zu klären und zu schärfen, die Fachkräfte bei ihrer Weiterentwicklung und Qualifizierung zu unterstützen und das Arbeitsfeld damit insgesamt zu stärken. In einer Umfrage wurde deutlich, wie viele Fortbildungsangebote bereits von AdB-Mitgliedern realisiert werden. Diese Ressourcen werden in die Entwicklung des Qualifizierungsangebots einbezogen. Eine Fokusgruppe, bestehend aus AdB-Vorstand, aktiven Mitgliedseinrichtungen und AdB-Geschäftsstelle wird diesen Prozess begleiten.

Im Gespräch mit Sarah Laukamp und Anne Seibring, Referatsleiterinnen im Fachbereich Förderung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, sowie mit Korinna Sievert, Referat Jugendstrategie, Kinder- und Jugendbeteiligung, Jugendverbandsarbeit, Politische Bildung, Deutsches Jugendinstitut im BMBFSFJ, konnten sich die AdB-Mitglieder über Jugend- und bildungspolitische Entwicklungen auf Bundesebene austauschen und aktuelle Herausforderungen für die AdB-Mitgliedseinrichtungen diskutieren. Die bpb plant eine neue Anstrengung, um die Sichtbarkeit der Träger in der Richtlinienförderung zu erhöhen, die Pluralität der Träger deutlich zu machen und damit das Feld der politischen Bildung zu stärken.

Ihre Ansprechperson

Ina Bielenberg
Ina Bielenberg

Ina Bielenberg

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