Grafik handgeschriebener Titel "Warum entscheiden das Erwachsene?"

Mareike Wulf ist neue Kinderbeauftragte der Bundesregierung. Der AdB gratuliert und hofft auf eine Stärkung der Teilhabe

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesjugendministerium, Mareike Wulf, hat Mitte November 2025 die Funktion der Kinderbeauftragten übernommen. Der AdB gratuliert herzlich und hofft, dass mit dieser Benennung die Interessen aller Kinder und jungen Menschen und deren Teilhabechancen die notwendige Unterstützung erhalten.

Die Benennung der Kinderbeauftragten erfolgte am 14. November 2025 durch Bundesjugendministerin Karin Prien anlässlich einer Sitzung zum Nationalen Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“. Die Ministerin betonte, dass die Kinderbeauftragte den Belangen der Kinder in der Bundesregierung, in Brüssel und bei den Vereinten Nationen eine hörbarere Stimme verleihen wird. Der AdB hofft ebenso auf ein offenes Ohr für die Aussagen junger Menschen wie auch einen klaren Blick für die notwenigen Rahmenbedingungen und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Kinder sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Sie werden aber oft unterschätzt und auf die Rolle als zukünftige Akteur*innen reduziert. Ihnen werden aufgrund ihres Alters oft weniger Fähigkeiten und ein hohes Schutzbedürfnis zugeschrieben. Das Policy Paper des AdB „Nicht in Zukunft, sondern jetzt! Politische Bildung mit Kindern – ein Recht, das es endlich umzusetzen gilt“ macht deutlich, dass Kinder Gesellschaft mitgestalten können und wollen und dass sie das Recht darauf haben – nicht als Erwachsene in der Zukunft, sondern jetzt.

Vor diesem Hintergrund hofft der AdB, dass die neue Kinderbeauftragte neben dem wichtigen Kinderschutz auch die konkrete Teilhabe junger Menschen unterstützt, wie sie im Rahmen der Jugendstrategie des Bundes oder auch im abgeschlossenen Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung deutlich benannt wird. Mit der Akademie für Kinder- und Jugendparlamente stärkt der AdB kommunale Mitbestimmungsgremien durch Formate politischer Bildung. Diese Räume zum gemeinsamen Informieren, Diskutieren und Positionieren sind für alle Altersgruppen in einer demokratischen Gesellschaft elementar. Wie im Policy Paper des AdB formuliert, müssen Politik und Verwaltung auch Kinder und ihr Recht auf politische Bildung ernst nehmen und die notwendigen Rahmenbedingungen für non-formale politische Kinderbildung schaffen.

Der AdB freut sich darauf, sich gemeinsam mit der Kinderbeauftragten und dem Bundesministerium für die Rechte, die Sichtbarkeit und die Beteiligung von Kindern und jungen Menschen einzusetzen. Gern kommen wir dazu ins Gespräch.

Die Grafik stammt aus dem ‚Kein-Adultismus-Kalender‘, der kürzlich an der Alice Salomon Hochschule Berlin mit dem C. W. Müller-Preis 2025 ausgezeichnet wurde.

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Ina Bielenberg
Ina Bielenberg

Ina Bielenberg

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