Menschenmenge bei Demonstration mit großem Banner 'Demokratie braucht politische Jugendbildung' und mehreren Schildern, darunter 'Ampel auf Rot: Jugendarbeit tot'.

KJP des Bundes aufgestockt – die Enttäuschung trotzdem riesig. AdB fordert, eine verlässliche Grundfinanzierung der Verbände im KJP

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat den Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) um 9,8 Mio. Euro auf 261,1 Mio. Euro erhöht. Der AdB begrüßt die Stärkung, zeigt sich jedoch tief enttäuscht, dass die bundeszentrale Infrastruktur der Kinder- und Jugendhilfe, und damit auch die bundeszentralen Träger wie der AdB, von der Aufstockung unberücksichtigt bleibt.

Am 13. November 2025 hat der Haushaltsausschuss des Bundestags in seiner Bereinigungssitzung zusätzliche Mittel für den Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) beschlossen. Erst im letzten Jahr haben die bundeszentralen Träger in der gemeinsamen Kampagne „Deutschland hat ’nen Plan“ die Bedeutung des wichtigsten Förderinstruments der Kinder- und Jugendhilfe auf Bundesebene hervorgehoben. Mit der Kampagne wurde auch deutlich, dass die über den KJP geförderten Verbände und Fachorganisationen die bundesweite Koordinierung, Qualifizierung, Forschung und Netzwerkbildung übernehmen – eine unentbehrliche Struktur für die Kinder- und Jugendhilfe und Jugendarbeit in Deutschland. Als im Koalitionsvertrag die bedarfsgerechte Ausstattung des KJP hervorgehoben wurde, keimte die Hoffnung auf, dass das Anliegen der Kampagne verstanden sei. Diese Hoffnung ist mit dem Haushaltsentwurf zunichtegemacht.

Der Hinweis darauf, dass der Förderansatz zumindest gleichgeblieben ist, ist wenig hilfreich. Inflation, Preissteigerungen und gestiegene Personalkosten führen zu einer faktischen Kürzung. Und das vor dem Hintergrund wachsender Aufgaben und Herausforderungen wie beispielsweise dem Ausbau des Ganztags und die Demokratieskepsis auch unter jungen Menschen.

Der AdB fordert die Bundesregierung und den Bundestag dringend auf, für eine verlässliche Grundfinanzierung der Verbände im KJP zu sorgen. Für Gespräche, die die Bedeutung der Strukturen für die Kinder- und Jugendhilfe und Jugendarbeit deutlich machen, steht der AdB gerne zur Verfügung.

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Ina Bielenberg, Geschäftsführerin des AdB | E-Mail: bielenberg [at] adb [dot] de (bielenberg[at]adb[dot]de)

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