Collage aus zahlreichen Kinderzeichnungen mit europäischen Symbolen, Flaggen, Heißluftballons, Herzen und Landkarten

Europäischer Konsultationsprozess zur EU-Jugendstrategie III gestartet. AdB bringt sich mit Eckpunktepapier ein

Der europäische Konsultationsprozess zur dritten EU-Jugendstrategie (2028–2034) hat begonnen. Mit einem Eckpunktepapier bringt sich der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) in die Debatte ein und formuliert zentrale Anforderungen aus Sicht der politischen Bildung. Das Papier dient zugleich als Argumentationsgrundlage für Stellungnahmen im laufenden Konsultationsverfahren.

Die Europäische Kommission hat den Konsultationsprozess zur dritten EU-Jugendstrategie (2028–2034) eröffnet. Bis zum 16. Juli 2026 besteht die Möglichkeit, Stellungnahmen zur künftigen Ausgestaltung der Strategie einzureichen. Der AdB beteiligt sich mit einem Eckpunktepapier an diesem Prozess und benennt darin zentrale Anforderungen aus Sicht der politischen Bildung.

Die EU-Jugendstrategie ist eine Ratsentschließung und damit eine gemeinsame Selbstverpflichtung der EU-Mitgliedstaaten, ihre Jugendpolitik in ausgewählten Bereichen weiterzuentwickeln. Ihr Schwerpunkt liegt deshalb nicht auf der europäischen Ebene selbst, sondern in den nationalen Jugendpolitiken. Für Jugendpolitik, Jugendhilfe und Jugendarbeit stellt sie einen wichtigen Orientierungsrahmen dar. Mit den EU Youth Goals sowie den Leitlinien „Engage – Connect – Empower“ bietet sie zugleich vielfältige Anknüpfungspunkte für die politische Bildung, die in den Mitgliedstaaten bislang noch nicht ausreichend genutzt werden.

Vor diesem Hintergrund fordert der AdB, non-formales Lernen und politische Bildung als zentrale Bestandteile der künftigen EU-Jugendstrategie zu verankern. Die Strategie sollte demokratische Räume für junge Menschen stärken, kritische Partizipation fördern, Youth Work als eigenständiges Arbeits- und Bildungsfeld weiterentwickeln und die EU Youth Goals als verbindlichen Bezugsrahmen ausbauen. Darüber hinaus plädiert der AdB für eine stärkere Verzahnung der Jugendstrategie mit anderen europäischen Politikfeldern sowie für eine konsequente Anerkennung non-formaler Bildung.

Das Eckpunktepapier wurde im Kontext der AdB-Fachkommission für europäische und internationale Bildungsarbeit erarbeitet. Es richtet sich an die Mitgliedseinrichtungen des AdB sowie an weitere Akteur*innen der politischen Bildung und soll als Argumentationsgrundlage für Beiträge zum laufenden europäischen Konsultationsprozess dienen.

  • Die Konsultation der Europäischen Kommission läuft bis zum 16. Juli 2026, Anmerkungen können auf der Website zum Prozess direkt eingepflegt werden.

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Georg Pirker
Georg Pirker

Georg Pirker

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