Digital, demokratisch, europäisch: Kritisches Denken als Aufgabe der Jugendarbeit
Timișoara (Rumänien) wurde vom 21. bis 23. April 2026 zum Treffpunkt europäischer Fachkräfte aus Jugendarbeit, Bildung und Digitalisierung. Im Rahmen des Projekts DIYW-ROAD diskutierten die Teilnehmenden, wie kritisches Denken, demokratische Teilhabe und digitale Kompetenzen in der Jugendarbeit gestärkt werden können.
Unter dem Titel „Supporting young people’s critical thinking in a digital age“ spürten die Teilnehmer*innen –Praktiker*innen, Medienvertreter*innen, Digitalisierungsexperten, Vertreter*innen von Jugendorganisationen und Jugendzentren – der Rolle außerschulischer Jugendbildung und Jugendarbeit bei der Vermittlung kritischen Denkens nach und diskutierten die Herausforderungen der Digitalisierung. Weil digitale Technologien sowohl Möglichkeiten als auch Risiken mit sich bringen, ging es im Kern um die demokratischen Grundlagen und die Schärfung unseres Verständnisses von Jugendarbeit und politischer Jugendbildung als gesellschaftspolitische Praxis mit dem Ziel der Förderung von Demokratie und kritischem Engagement.
Im Juni 2026 wird der Europarat einen Kompetenzrahmen zum Umgang mit KI veröffentlichen und dort diese Aspekte aufgreifen.
Über das AdB-Projekt Digital Youth Work – Rights-sensitive, open, Accessible, Democratic (DIYW-ROAD) konnte die Arbeit des AdB und des DARE-Netzwerks zur Diskussion gestellt werden. Gerade die europäische Ebene ist wesentlich, wenn man junge Menschen zur kritischen Auseinandersetzung mit Digitalpolitik und digitalen Entwicklungen anregen möchte.
„Ohne das gesellschaftspolitische kritische Denken sind Konzepte digitaler Kompetenz heute unfertig. Es geht nicht alleine darum, dass junge Menschen lernen, im digitalen Strom mitzuschwimmen. Wir sollten sie befähigen, ihren eigenen Weg zu finden", so Nils-Eyk Zimmermann, Projektleiter von DIYW-ROAD.
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Nils-Eyk Zimmermann
Projektreferent
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