“Demokratie
braucht
politische Bildung”

sozial & politisch – Wo überschneiden sich die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit und der politischen Bildung?

"sozial & politisch – Wo überschneiden sich die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit und der politischen Bildung?"
Foto: Jonathan Schöps I photocase.de
31.07. 2019

Ein Fachtag in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg

sozial und politisch – die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit und der politischen Bildung überschneiden sich und können voneinander lernen. Dies wurde auf dem Fachtag am 4. Juli 2019, der in Kooperation des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) und der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg durchgeführt wurde, diskutiert.

 

Einerseits hat die Soziale Arbeit ein politisches Mandat, von dem diese in vielerlei Hinsicht stärker Gebrauch machen kann, andererseits besitzt die politische Bildung das Selbstverständnis, (junge) Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern und berührt damit theoretisch auch das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit.

 

Besucht von Multiplikator*innen der sozialpädagogischen Praxis und der politischen Bildung sowie Studierenden der Sozialen Arbeit war der Fachtag ein voller Erfolg, denn es gab Raum für Austausch, zum Denken und Handeln sowie eine Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Inputs von Martin Horn (Oberbürgermeister von Freiburg und Absolvent der Sozialen Arbeit), Prof.in Bettina Heinrich (Soziale Arbeit/Kulturarbeit) sowie Ina Bielenberg (Geschäftsführerin des AdB e. V.) sorgten für ein gemeinsames Verständnis der Handlungsfelder und dienten als Basis für die am Nachmittag folgenden Themenworkshops, die praxisnah und interaktiv durchgeführt wurden.

 

Zu den Themen Religionen im Alltag (Suphian Al-Sayad, Zentralrat der Muslime), Radikalisierungsprävention (Jens Ostwaldt, Demokratiezentrum Baden-Württemberg) und rassismuskritische Bildung (Osman Özdemir, Bildungsstätte Anne Frank) erhielten die Teilnehmenden methodisch-interaktive Praxiseindrücke und konnten diese für sich dem einen oder eben beiden Handlungsfeldern zuordnen. Die praxisorientierte und kooperative Gestaltung der Foren ermöglichte es den Teilnehmenden, viele Anregungen für ihre eigenen pädagogischen Tätigkeiten mitzunehmen.

 

Insgesamt liegt in möglichen Kooperationen von Einrichtungen politischer Bildung und Trägern der Sozialen Arbeit ein hohes Potenzial für beide Handlungsfelder. Denn Themen und Zuständigkeiten lassen sich in der Praxis schwerer trennen als es die Theorie vermuten lässt. Die Heterogenität der Vorträge aber auch die Abwechslung des Programms haben gezeigt, inwiefern sich akademische Theorie und pädagogische Praxis gegenüberstehen und doch auch miteinander vereinbar Hand in Hand gehen können.