Das Projekt „Disconnect Reconnect“ bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, bewusst einen Schritt zurückzutreten, sich von der Alltagsrealität zu lösen, über sich selbst zu reflektieren und gestärkt in die gemeinsame kreative Arbeit zurückzukehren. Diese Mischung aus Reflexion, künstlerischer Aktion und dem Erforschen gesellschaftlicher Themen machte jede Probe, jede Idee und jede Diskussion besonders intensiv.

Für die Arbeit am Theaterstück wurden verschiedene künstlerische und partizipative Methoden eingesetzt, darunter Theater of Research, Improvisation, Gruppenübungen und kreatives Storytelling. Diese Ansätze halfen den Teilnehmenden, eigene Perspektiven einzubringen, gesellschaftliche Themen zu erforschen und in szenische Formen zu übersetzen. Politische Bildung war dabei fest verankert: Die Jugendlichen setzten sich mit Fragen von Identität, Demokratie, kultureller Vielfalt und aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander, wodurch ihre künstlerische Arbeit stets auch einen reflektierten, kritischen Rahmen erhielt.

Neben der künstlerischen Arbeit erkundeten die Teilnehmenden ihre Umgebung: Sie schlenderten durch Städte, besuchten Museen und historische Orte, sprangen in Seen und ließen sich von Landschaft und Kultur inspirieren. Jede Erfahrung, jeder Ort wurde Teil der Theaterarbeit und lieferte neue Impulse für das Stück.

Das gemeinsam entwickelte Theaterstück wurde in Neustrelitz und Neubrandenburg sowie dreimal in Berlin aufgeführt. Die Aufführungen waren nicht nur kreative Höhepunkte, sondern auch eine Momentaufnahme ihrer gemeinsamen Reise, die voller Geschichten, Erfahrungen und neuen Freundschaften war.

Besonders prägend war, dass die Teilnehmenden das Programm aktiv mitgestalten: In Reflexionsrunden und offenen Diskussionen tauschten sie Eindrücke aus, entwickelten Ideen für neue Workshops und beeinflussten so die Gestaltung des Projekts direkt. Die Verbindung von Theater, politischer Bildung, kreativen Methoden und interkulturellem Austausch machte das Erlebnis intensiv, nachhaltig und unvergesslich.

Am Ende haben alle nicht nur ein Theaterstück geschaffen, sondern ein Stück gelebter Begegnung, das zeigt, wie Kunst, Reflexion, politische Bildung und gemeinsames Erleben Menschen verbinden und Horizonte erweitern können.