“Demokratie
braucht
politische Bildung”

Schwergewichte heben: Seminar zur kritischen Gesprächsführung

11. Jun 2018 bis 13. Jun 2018

Das Ringen um öffentliche Aufmerksamkeit ist durchdekliniert: Wo es im medialen Konkurrenz- und Klassenkampf um Klicks und Strahlkraft geht, werden Koryphäen, Charakterköpfe, Ausnahmeerscheinungen (und mit ihnen öffentliches Nachdenken und Diskutieren) zunehmend marginalisiert. Da dieser seltenen Spezies soziale Netzwerke oder Suchmaschinen-Algorhythmen eher fremd sind, ist es Aufgabe der Medien, hier zu vermitteln. Tiefsinnige Dialoge lassen sich nicht twittern. Mittlerweile sind große Gespräche eine Seltenheit. Wenn jedoch das mächtige Rauschen, der Bann des Digitalen einmal entzaubert ist, könnten sie wieder wichtiger werden. Weil sie Kommunikation in den Medien versinnbildlichen. Weil sie der Tendenz zur Sprachverarmung entgegenstehen. Weil Renaissancen Teil der menschlichen Entwicklung sind. Von der Bedeutung, den Spezifika und der praktischen Umsetzung kritischer Gesprächsführung handelt dieses Seminar.

 

Methode
Gesprächsführung ist hochkomplex, wenn es um die Vorbereitung eines biografischen oder themenspezifischen Austauschs geht. Inhaltliche, didaktische, athmosphärische und psychologische, mitunter auch rechtliche Kriterien sind zu berücksichtigen, ebenso persönliche Motive, die die Gesprächsführung beeinflussen oder die elementare Frage, ob der Versuch einer imaginären Zwiesprache mit dem potenziellen Gegenüber möglich bzw. erfolgversprechend ist. Wie viel darf man dem anderen abverlangen, wie viel von sich selber preisgeben, wo liegen die Grenzen eines guten Gesprächs? Diese und andere, zur kritschen Gesprächsführung grundlegenden Aspekte werden im Seminar thematisiert.

Veranstalter: 
Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. - JournalistenAkademie
Veranstaltungsort: