“Demokratie
braucht
politische Bildung”

Digitale Fachveranstaltung beim 17. DJHT: Kooperation mit Wirkung – Wie gelingt die Zusammenarbeit von Schule, Jugendsozialarbeit und politischer Bildung?

20. Mai 2021

Politische Bildung wird heute mehr denn je als Querschnittsaufgabe aller Praxisfelder der Kinder- und Jugendhilfe eingefordert. Sie wird als ein wichtiges Instrument begriffen, um der sichtbaren Infragestellung der repräsentativen Demokratie, ihrer Institutionen und Werte sowie der Herausforderungen durch die extreme Rechte und den religiös begründeten Extremismus zu begegnen. Nicht zuletzt der 16. Kinder- und Jugendbericht verdeutlicht den Stellenwert, der dabei der Förderung demokratischer Bildung im Kinder- und Jugendalter zukommt. Zugleich sind Kooperationen der Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit Schulen immer vor die Aufgabe gestellt, ihre Eigenständigkeit zu wahren, um ihre demokratiebildenden Stärken einzubringen und nicht ausschließlich als Unterstützungsfaktor des Systems Schule zum Einsatz zu kommen.

 

Doch wie können unterschiedliche Praxisfelder erfolgreiche Kooperationen gestalten und Wirkung entfalten? Das Fachforum greift diese Frage mit Blick auf das Programm "Respekt Coaches" auf, das vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird. In diesem Programm steht das Kooperationsdreieck von Schulen, Respekt Coaches als Teil der Jugendsozialarbeit und dem Feld der außerschulischen politischen Bildung im Mittelpunkt.

 

Das Fachforum wird eingeleitet durch einen Beitrag von Prof. Dr. Alexander Wohnig, Universität Siegen, der in einer explorativen Studie die Zusammenarbeit der Akteure untersucht hat. Erste Ergebnisse und Thesen werden gemeinsam mit Akteuren aus dem Projekt diskutiert und um Praxisperspektiven ergänzt.

 

Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragen:

  • Wie kommen unterschiedliche Professionsverständnisse der Akteure in Kooperationen zum Tragen?
  • Welche Räume politischer Bildung entstehen aus einer erfolgreichen Kooperation der drei Akteursgruppen?
  • Welche Lernprozesse können in Kooperationen bei den beteiligten Akteuren angestoßen werden?
  • Was sind Gelingensbedingungen für Kooperationen von Schule, Jugendsozialarbeit und außerschulischer Bildung?

 

Ablauf:

  • Begrüßung
     
  • Impuls 1: Kooperation von Schule, Jugendsozialarbeit und außerschulischer Bildung im Programm "Respekt Coaches", Sabine Schulte Beckhausen, Referat 506, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
     
  • Impuls 2: Gelingensbedingungen für die Kooperation – Ergebnisse einer explorativen Studie im Projekt "Alles Glaubenssache?", Prof. Dr. Alexander Wohnig, Universität Siegen
     
  • Praxisperspektiven auf die Kooperation
    Projekt 1: Gruppenangebote im Rahmen des Programms "Respekt Coaches" als Bestandteil von demokratischer Schulentwicklung
    mit Anne Dwertmann (Geschäftsführerin, LidiceHaus gGmbH, Bremen) und Dieter Riemann (Schulsozialarbeit, Schulzentrum Blumenthal, Bremen)

    Projekt 2: Kollaborative Entwicklung von Methoden und Formaten für den Einsatz im Programm "Respekt Coaches"
    mit Simone Schad-Smith (Regionale Fachstelle im Projekt "Alles Glaubenssache?", Evangelische Akademie Loccum) und Fatma Zan (Respekt Coach, IN VIA München e.V., Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit)
     

  • Moderiertes Gespräch und Abschlussrunde

 

Moderation:

Ole Jantschek, Pädagogischer Leiter der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et), Berlin

Lea Jaenicke, Referentin beim Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V., Berlin

 

Uhrzeit: 14:00-15:30

Veranstalter: 
Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V.
Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et)
Veranstaltungsort: 

Online