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Effiziente und wirtschaftliche Belegung eines Hauses erfordert eine zielführende Strategie
Tagung „Belegungsmanagement in Bildungsstätten“ am 19. - 20. Oktober 2009 im Haus Neuland, Bielefeld
Rund 15 Leiterinnen und Leiter und Verwaltungsangestellte von Bildungsstätten befassten sich zwei Tage lang mit Fragen des Managements der Belegung in ihren Häusern. Als Referent lieferte Norbert Krause, Geschäftsführer der Krause&Böttcher Bildungsstättenberatung GmbH wichtige Informationen für eine neue und zeitgemäße Betrachtungsweise des Themas.

Die Belegungssituation in den Häusern der Jugend- und Erwachsenenbildung hat sich während der vergangenen Jahre gravierend verändert und fordert ein Umdenken auf diesem Gebiet – weg von der Belegungsverwaltung – hin zum Belegungsmanagement.

Die effiziente und wirtschaftliche Belegung eines Hauses erfordert eine zielführende Strategie und ein ebensolches Management zur Umsetzung.
Zunächst ist eine Analyse der Belegungssituation im Haus unumgänglich, um strukturelle Probleme und Entwicklungsmöglichkeiten zu identifizieren. Pflege der Stammkundschaft und Gewinnung der Neukunden sind dabei wichtige Faktoren.
Für die Akquise von Neukunden empfahl der Referent eine spezifische Ansprache von Zielgruppen. Prospekte der Einrichtungen sollten folglich produktorientiert gestaltet sein, z.B. für Tagungen, für Freizeiten, für Seminare mit Auszubildenden.
Diese Strategie wurde an Beispielen durchgerechnet und den Teilnehmenden  nach der Tagung zur eigenen Verwendung zur Verfügung gestellt.

Am Ende der Fortbildungstagung stand die Frage, ob ein Benchmarking mit (Tagungs-)hotels sinnvoll ist. Einige Teilnehmende berichteten von Hotels und Pensionen, die ihr Haus als Tagungsort bewerben würden und das sogar mit günstigeren Preisen. Für Norbert Krause sind Bildungsstätten grundsätzlich nicht mit Hotels vergleichbar. Hotels operieren mit sog. Mischkalkulationen, die zunächst günstiger scheinen, aber in der Summe doch höher als in einer Bildungsstätte sein können. Außerdem ist die zur Verfügung stehende Tagungs-Infrastruktur häufig nicht mit der einer Bildungsstätte vergleichbar: Es stehen keine ausreichenden Arbeitsräume zur Verfügung und die Ausstattung mit Medien ist oft unzureichend.

Bildungsstätten bieten das professionellere Angebot für Tagungen und sollten immer versuchen, optimale Leistungen anzubieten und über diese ihren Preis zu kalkulieren.






Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. - Unabhängige Institutionen für politische Bildung und Jugendarbeit